Kann Jugend Politik? - PoWi-Planspiel "Ecoland"

von Redakteur

Ecoland ist ein Land mit einer eigenen Verfassung und Gesetzen, mit einer eigenen Währung und vor allem ein Land mit eigenen Problemen und Interessenkonflikten, die die teilnehmenden SchülerInnen bewältigen mussten ...

Dabei nahmen die SchülerInnen die Perspektive der Regierung, der Unternehmen und der Medien ein, aber auch die Perspektive von Privatpersonen bzw. den Haushalten. Dabei erfuhren sie, welche Probleme die Gesetzgebung mit sich bringen kann und auf welche Probleme man dabei trifft, bspw. dass die Problemlösung der Unternehmen dadurch erschwert wird, dass dadurch möglicherweise die Haushalte darunter leiden.

Während des Planspiels erhielt man Zugriff auf viele Daten, zwischen denen man abwägen musste. Dazu gehören Datensätze der Geldausgaben der einzelnen, fiktiven Parteien sowie Daten über die ökologische, ökonomische und soziale Lage von Ecoland.

In den einzelnen Rollen musste man damit zusammenhängende Aufgaben übernehmen. Als Regierung vertritt man das Volk und die Unternehmen und achtet darauf, dass man deren Interessen finanzieren kann. Die Unternehmen und Haushalte vertreten ihre eigenen Interessen, bedeutet: Man sucht bzw. bietet Arbeit an und versucht, die eigenen Kosten zu senken. Die Berichterstattung übernehmen die Medien. Sie berichten über jüngste Verhältnisse und Neuigkeiten und kritisieren diese wahlweise auch.

Alle Parteien, Regierung, Haushalt, Unternehmen und Medien trafen sich im fiktionalen Parlament und nahmen an der Gesetzgebung teil. Dabei stellten sie sich vor und erläuterten ihren Gesetzesvorschlag. Danach wurde abgestimmt, ob der Vorschlag angenommen werden sollte und bei Zustimmung wurde dieser in der Prognose über das nächste Jahr oder in das Jahrbuch des momentanen Jahres eingetragen. Darauf konnten dann alle TeilnehmerInnen zugreifen.

Nach ihrer Meinung gefragt, antworteten die Schülerinnen und Schüler im Übermaß positiv. Zwar wurde bemängelt, dass das Setting anfangs kompliziert und unspektakulär wirkte, jedoch veränderte sich die Unsicherheit der SchülerInnen nach dem ersten Tag. Die Erfahrung wurde letztendlich als cool, spaßig und interessant bewertet. Zusätzlich erfreute sie, wie ernst alle waren und wie sehr man sich dadurch in die Lage der Gesetzgebung, aber auch in die Situation einzelner Unternehmen und Privatfamilien einfinden konnte. Sie lernten dadurch, wie schwer bzw. zeitaufwändig der Ablauf der Gesetzgebung sein kann und was er mit sich bringt.

Jonas Long Martin, Jan-Felix Klabunde und Fabio Zioltkowski

Zurück