Austauschfahrten der Eleonorenschule

Der schulische Auftrag besteht - vereinfacht gesprochen - in Wissensvermittlung einerseits, in der Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu sozialer, personaler und kommunikativer Kompetenz andererseits. Diesem Auftrag kommt ein Schüleraustausch an einer dem primären Lernort Schule angegliederten Stelle nach und erweitert und ergänzt damit das Lernangebot.

Die grundsätzlichen Zielsetzungen eines Schüleraustauschs dienen also der Akzentuierung von unterrichtlicher und persönlichkeitsbildender Arbeit.

Der angesprochene schulische Auftrag konkretisiert sich für die Eleonorenschule in zur Zeit zwei Schulaustauschen, die sich primär am Fremdsprachen-Angebot unserer Schule orientieren (Spanien, Frankreich). Der seit zwanzig Jahren bestehende Austausch mit einer High School in Colorado kann leider nicht fortgeführt werden; die Fachschaft Englisch bemüht sich derzeit um die Etablierung eines neuen Austauschprogramms mit den USA und / oder Großbritannien / Irland.

Die Austauschveranstaltung mit der Partnerstadt Brescia findet überwiegend im Kommunikationsmedium Englisch statt. Zusätzlich zur nicht primär auf den Unterrichtsbesuch ausgerichteten Begegnungsfahrt mit Brasilien legt die Fachschaft Spanisch großen Wert auf die Möglichkeit, einzelne Schüler für mehrere Monate in ein vom Spanischen geprägtes kulturelles Umfeld nach Peru zu entsenden. Außerdem berät und unterstützt die Eleonorenschule Schüler, die einen individuellen Auslandsaufenthalt oder Schüleraustausch anstreben.

Landheim

Die Eleonorenschule besitzt seit 1955 als einzige Schule im weiten Umkreis ein eigenes Schullandheim. Es liegt in Wald-Michelbach im Odenwald auf einem großen Hanggelände und setzt eine Tradition fort, die mit einem Schullandheim in Niederhausen im Odenwald (heute Fischbachtal) von 1923 bis 1945 begründet wurde.

Der jährliche Aufenthalt der Klassen fünf bis acht (meist fünftägig von Montag bis Freitag) ist fundamentaler Bestandteil der pädagogischen Arbeit unserer Schule. Dabei wird die Gelegenheit geboten, Schule außerhalb des regulären Unterrichts positiv und anders zu erfahren, wobei sich der Gemeinschaftssinn einer Klasse besonders zu bewähren hat. Wochenendaufenthalte der Jahrgangsstufen E und Q1 bis Q4, von Lerngruppen und Arbeitsgemeinschaften ergänzen dieses pädagogische Angebot.

Träger des Landheims ist der "Förderverein Landheim Eleonorenschule Darmstadt e.V.", der als gemeinnütziger eingetragener Verein rechtlich verantwortlich das Schullandheim verwaltet, Spenden und Mitgliedsbeiträge sammelt und verwaltet, für den finanziellen Unterhalt des Hauses sorgt und bedürftige Schüler bei dem Aufenthalten unterstützt.

 

Trägerverein des Landheims

Berlinfahrt

Die Berlinfahrt- Geschichte und Politik erleben

…unter diesem Motto findet die jährliche Berlinfahrt für die Schüler/innen des elften Schulbesuchsjahres statt. Dabei besteht die Herausforderung für uns Organisatoren darin, ein Programm zusammenzustellen, was es einerseits ermöglicht, die Hauptstadt kennenzulernen und auf eigene Faust zu erkunden, andererseits aber auch zahlreiche wichtige historische und politische Institutionen  und Einrichtungen gemeinsam zu besichtigen und zu studieren. Somit gehört ein Besuch des Reichstags mit anschließendem Gespräch mit dem/der jeweiligen Abgeordneten aus Darmstadt dazu.  Die Schüler lernen einen Politiker /eine Politikerin „persönlich“ kennen, sprechen über aktuelle Themen und fragen, was ihnen auf der Zunge brennt. Im Plenarsaal Platz zu nehmen und manchmal auch einen Politiker zu entdecken, gibt dem teilweise doch eher trockenen Stoff der Institutionenkunde im Unterricht ein neues anschauliches Gesicht. Ähnliche Erfahrungen werden dann bei einem Planspiel im Bundesrat gemacht. Zu den festen Programmpunkten zählen auch der Besuch der Gedenkstädte Sachsenhausen, in der die NS- Vergangenheit auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers regelrecht erlaufen wird und der Besuch des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen. Letzteres wird von den Schülern/innen meist als besonders beeindruckend und gleichzeitig schockierend empfunden, da hier Zeitzeugen die Führungen übernehmen und diese mit der eigenen Lebens- und Leidensgeschichte ausfüllen. Jede Führung ist somit individuell, berührend und emotional.

Das jüdische Museum beeindruckt nicht nur auf Grund der Exponate und der thematischen Führungen, sondern auch durch die architektonisch einzigartige Gestaltung und Bauweise, die viele Botschaften auf geradezu subtile Weise vermittelt und ebenfalls erfahrbar macht. So kann es vorkommen, dass Schüler/innen darin völlig die Zeit vergessen und fast den Bus verpassen (ein sonst eher seltenes Phänomen bei einem Museumsbesuch). Weitere Programmpunkte sind Potsdam, das Schloss Sanssouci oder auch das DDR Museum, sowie ein Besuch auf der Wartburg und ein Zwischenstopp in Erfurt.

Für die Schüler/innen ist es natürlich auch ein großes Erlebnis und eine einzigartige Erfahrung an den Abenden und in den Zwischenzeiten Berlin selbstständig mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß, zu erkunden und ihre eigenen Erfahrungen mit der Großstadt zu sammeln. Für uns Lehrer ist es immer wieder schön zu erleben, wie interessiert und eigenständig diese Phasen genutzt werden und wie groß die positive Resonanz auf diese Studienfahrt jedes Jahr wieder ist.

(Franca Böhm /Organisation Berlinfahrt seit 2010)

Sonstige Fahrten

  • Fahrt zur Saalburg Kl. 7
  • Wintersport Wanderfahrt Kl. 9
  • Bonnfahrt der Geschichtskurse in der Q1
  • Studienfahrten in der Q3